LEADER
Infoveranstaltung: Erneuerbare Energien für die Börderegion - was ist möglich und sinnvoll?
Die Potenzialanalyse für den Einsatz Erneuerbarer Energien in der Börderegion ist gestartet – erste Ergebnisse liegen vor.
Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen, Energie-Genossenschaften und Politik sind eingeladen, sich am Mittwoch, den 26.02.2025 um 18 Uhr im Lühnder Gasthaus "Platz" über erste Ergebnisse zu informieren und auch ihr eigenes Wissen einfließen zu lassen.
Das offizielle Einladungsschreiben finden Sie rechts unter "Downloads".
LEADER - was ist das?
LEADER ist ein Instrument der Regionalentwicklung: Er ermöglicht den Menschen in ländlichen Räumen, ihre Region gemeinsam weiterzuentwickeln. LEADER gibt es in den EU-Mitgliedstaaten seit den 1990er Jahren. Aktuell gibt es in Deutschland 372 LEADER-Regionen, europaweit knapp 2.700.
Finanziert wird LEADER durch den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER), ergänzt durch Mittel von Bund, Ländern und Kommunen.
Für die Unterstützung der Projekte stehen der Börderegion für die Jahre 2023-2027 europäische Fördermittel in Höhe von ca. 970.000 Euro zur Verfügung.
Gemeinsam stark in die Zukunft! - Wir suchen Ihre Projektideen - Eingabefrist bis 25.02.2025
Projektaufruf in der Börderegion
Bereits zum vierten Mal sucht die LEADER-Börderegion nach innovativen Projektideen, die die nachhaltige Entwicklung der vier Kommunen voranbringt. Über die Förderwürdigkeit von Projekten, welche aus dem Gebiet der Kommunen Algermissen, Harsum, Hohenhameln und Sehnde stammen müssen, entscheidet die Lokale Aktionsgruppe (LAG) der Börderegion, welche im April erneut tagt. Unterstützt werden Projekte, die der Allgemeinheit dienen und zu den Zielen des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) passen.
Dabei sind Projektideen mit Fokus auf Wirtschaft und Innenentwicklung besonders gefragt, denn die Börderegion möchte seine Qualitäten als Wohn- und Arbeitsort ausbauen. Dabei geht es z.B. um die Fragen, wie man die Landwirtschaft stärken und regionale Produkte mehr in den Fokus rücken sowie Ortskerne verbessern und aufwerten kann. Darüber hinaus sind Projekte zur Angebotserweiterung und -verbesserung im Bereich Nahversorgung und Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger der Börderegion, sowie zur Entwicklung der Region in den Bereichen Klima, Natur, Umwelt und Tourismus gefragt.
Mehr als 20 Projekte wurden seit 2024 bereits der LAG vorgestellt und beschlossen und konnten teilweise bereits realisiert werden, bzw. befinden sich derzeit in Antragstellung bzw. Umsetzung. Darunter Projekte, wie ein Jugendplatz mit Fußballgolf in Mehrum, ein Vorhaben aus dem Aktionsplan „kinderfreundliche Kommune Hohenhameln“. Sowie die Anschaffung eines Kunststoffbelags für den Inlinesport auf der Rollsportbahn des Eissportclubs Bilm e.V. (Sehnde), um das Vereinsangebot angemessen zu modernisieren. Oder die Grundstücksaufwertung der denkmalgeschützten Paltrockmühle in Asel (Harsum). Rd. 300.000 €, der insgesamt bis Ende 2027 zur Verfügung stehenden knapp 1 Mio. €, sind aus dem LEADER-Topf damit schon in die Region geflossen.
Haben auch Sie eine konkrete Projektidee, die Sie realisieren und für deren Umsetzung Sie Fördermittel beantragen möchten? Dann senden Sie Ihre Informationen zum Projekt bis spätestens 25.02.2025 an das Regionalmanagement der LEADEAR-Region: Carlice Berestant, Tel. 0511 – 3407 169, carlice.berestant@sweco-gmbh.de
Das Regionalmanagement steht Ihnen auch bei Fragen zur Förderung und der Region zur Verfügung und unterstützt Sie auf dem weiteren Weg zur Förderung. Schauen Sie auch gern auf der neuen Internetseite der LEADER-Börderegion vorbei und informieren sich zu aktuellen Themen und Projekten der Region: www.sehnde.de/leben/boerde-region.
Wir freuen uns auf Ihre Ideen!
LEADER-Kooperationsprojekt "Baukulturdienst Weser-Leine-Harz" (BKD)
Der Baukulturdienst Weser-Leine-Harz hat schon 50 Inspektionen durchgeführt!
Seit Anfang des Jahres 2024 hat der Baukulturdienst (BKD) schon 50 Inspektionen durchgeführt.
Damit hat der BKD das Bewusstsein für die Bedeutung der gewachsenen Baukultur gestärkt und die Eigentümer historischer Gebäude bei deren Erhalt aktiv unterstützt.
Besitzer von Altgebäuden im BKD-Gebiet konnten und können kostengünstig unabhängige und fachkundige Analysen und Empfehlungen für Altgebäude (Baujahr vor 1945) durch fachkundige „Gebäudeinspektoren“ erstellen lassen. Diese sollen Wege zum nachhaltigen Erhalt der Häuser aufzeigen und vor Bauschäden und ärgerlichen Fehlinvestitionen bewahren.
Inspektor bei der Arbeit© Manfred Röder
Der BKD bietet auch an, die Potenziale des jeweiligen Gebäudes herauszuarbeiten, die nicht nur für kommende Energieeinsparungen, sondern auch für weitere Aspekte im Sinne des Klimaschutzes wesentlich sind. Dazu gehören in erster Linie die sogenannte „Graue Energie“ und die bereits verbauten Materialien, aber auch weitere – bisher wenig bekannte bzw. beachtete – Möglichkeiten zur Energieeinsparung und Gesunderhaltung des Gebäudes.
Dies soll dazu dienen, den Blick nicht mehr nur wie bisher auf nachträgliche Wärmedämmung und Erneuerung der Haustechnik, sondern auch auf andere Effekte wie passive Solarenergie, Strahlungswärme, Schaffung gestaffelter Wärmezonen und innovative Wohnformen zu richten.
Inspektoren bilden sich fort© Ylva Cohrs-Müller
Der Projektträger des LEADER-Kooperationsprojektes Baukulturdienst Weser-Leine-Harz ist der bundesweit agierende gemeinnützige Verein Interessengemeinschaft Bauernhaus (IgB).
Folgende Landkreise machen beim Baukulturdienst Weser-Leine-Harz mit: Schaumburg, Hameln-Pyrmont, Hildesheim, Northeim und Göttingen. Aufgrund der beteiligten LEADER-Regionen erstreckt sich das Gebiet des Baukulturdienstes auch auf den Flecken Delligsen im Landkreis Holzminden, die Gemeinde Sehnde in der Region Hannover und die Gemeinde Hohenhameln im Landkreise Peine.
Die eigentliche Arbeit machen freiberufliche Inspektoren, bspw. selbstständige Handwerker, Ingenieure oder Bautechniker für Denkmalpflege mit entsprechender Erfahrung und Qualifikation.
Die entstehenden Kosten werden zum Teil durch Beiträge der Hauseigentümer bzw. Auftraggeber, zum größeren Teil durch Fördermittel der EU sowie der Landkreise getragen.
Der Kostenanteil für den Hauseigentümer bzw. Auftraggeber beträgt (netto) je nach Art der Inspektion:
- 350,00 € zzgl. MwSt. für die Inspektion mit schriftlichem Bericht,
- 175,00 € zzgl. MwSt. für die Inspektion mit mündlichen Erläuterungen,
- 550,00 € zzgl. MwSt. für die um das „Klimamodul“ erweiterte Inspektion mit Bericht.
Die Inspektion mit schriftlichem Bericht kann man in etwa mit dem TÜV fürs Auto vergleichen bzw. als „Fahrplan“ für die Planung von Reparatur- bzw. Sanierungsmaßnahmen verwenden:
Zunächst geht es um eine sorgfältige Erkundung der vorhandenen Bausubstanz, also der Bauart und der verwendeten Baustoffe.
Dann werden vorhandene Schäden und Probleme aufgespürt und fotografisch sowie schriftlich dokumentiert.
Schließlich resultieren daraus Empfehlungen für sinnvolle Maßnahmen mit gewichteten Prioritäten, also Dringlichkeiten. Diese können durchaus auch den Ratschlag enthalten, bestimmte Dinge nicht, bzw. nur in einer bestimmten Reihenfolge zu tun.
Das alles mündet in einen schriftlichen auch für den Laien verständlichen Bericht, der nur dem Hauseigentümer ausgehändigt wird. Der Bericht soll ihn in die Lage versetzen, sein Haus besser zu verstehen und die richtigen Maßnahmen vorzunehmen bzw. zu veranlassen.
Vor allem aber sollen falsche Maßnahmen und damit Fehlinvestitionen oder noch schlimmer Bauschäden vermieden werden. Denn unsere Erfahrung zeigt, dass diese in erster Linie zu dem Vorurteil führen, Altbausanierung sei ein „Fass ohne Boden“ – von dem man lieber die Finger lassen solle.
Angestrebt wird dabei eine interdisziplinäre Vernetzung, die als Synergieeffekt das fachliche Knowhow in der Region verbreiten und erweitern soll.
Interessierte wenden sich bitte an:
Interessengemeinschaft Bauernhaus
Baukulturdienst Weser-Leine-Harz
Ylva Cohrs-Müller und Wolf Bredow
Alte Schule Soldorf
Am Salinenplatz 2
31552 Apelern
Telefon: 05723 - 98 73 11 0
E-Mail: info@baukulturdienst.de